Inspiration

Woher nehme ich mir die Inspiration? Das ist wohl eine Frage, die sich irgendwie jeder Künstler stellt. Dabei gibt es sicher viele Möglichkeiten, die wir finden können, gerade auch in unserer Umwelt, also Dinge direkt vor der Haustür, die wir wahrnehmen und die uns inspirieren zu einem neuen Werk. Für mich ist die Inspiration ( inspiratio-Beseelung o. Einhauchen) nicht nur der schnelle Einfall oder die gute Idee, die einen gerade in den Sinn kommt, sondern es ist viel mehr eine Sehnsucht in uns selbst etwas eigenes und kreatives zu schaffen. Natürlich holt sich der Hobbymaler, so wie ich, auch immer wieder Anregungen von den alten Meistern, wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder RembrandtGerade da Vinci, der seiner Zeit voraus war und als Universalgenie zählte, der nicht nur mit dem Lächeln der Mona Lisa weltberühmt wurde konstruierte auch Flugapparate und moderne Waffen, detailgetreu die man auch verwendete, wenn man sie gebaut hätte. Meine Bewunderung gilt aber auch Michelangelo, der aus riesigen Marmorblöcken, große Bibelfiguren wie den David oder Moses heraushaute. Alle diese Maler waren vielseitig und schöpferisch in ihrer Kreativität, dass ihre Namen auch heute noch in ihren Meisterwerken weiterleben. Jedes Gemälde erzählt so seine eigene Geschichte und sagt etwas über den Maler aus.

Das Auge in der Landschaft
Das Auge in der Landschaft

Ich denke, das in jedem Menschen die Inspiration steckt und es gibt viele Quellen, die man immer wieder finden muss, damit sie weitersprudeln. Vor allem in der stillen Natur finden wir sehr viele Quellen der Inspiration. Schon die bunte Tierwelt oder die  reichhaltige Pflanzenwelt ist ein anregender Ideengeber. Die Natur macht soviel Schönes sichtbar was wir tief in uns aufnehmen können und von dem wir in unseren Schaffensdrang beeinflusst werden. So entstehen Bilder im Kopf, die ich verwirklichen kann. Wenn ich spazieren gehe, nehme ich mir ab und zu auch eine Blume, die ich am Wegrand finde mit und lege sie zum Pressen in ein Buch. Das macht nicht nur Spaß, es ist auch das Lernen beim zeichnen, wie so eine Pflanze überhaupt botanisch aufgebaut ist. Was für mich noch ein interessanter Aspekt ist, ist die Farbenvielfalt, die ich draußen sehe und von der ich für spätere farbige Bilder zerren kann, denn gerade Farben haben eine bestimmte Wirkung auf unsere Gemütsverfassung.

 

Bedeutsam ist auch "der Mensch" in seiner Einzigartigkeit, denn auch da liegt noch sehr viel im Verborgenen. Ein Leonardo da Vinci zum Beispiel hatte beim Zeichnen ein sehr gutes Gespür für Mimik, Gestik und Körperformen. Allein durch das Verhalten studierte er die Menschen und fertigte proportionell gesehen wunderschöne Skizzen mit Kohle oder Silberstift an. Von diesen Zeichnungen kann ich mir in der heutigen Zeit noch sehr viel aneignen, um immer wieder neu zu Lernen. Da Vinci ist ein unerschöpfliches Nachschlagewerk, der mich für die persönliche Weiterentwicklung maßgeblich prägt. Auch wenn der Mensch aus heutiger Sicht weitestgehend erforscht ist, bleibt er oft ein Phänomen für sich. Ob jung oder alt, für mich als Malerin wird er spannend und interessant bleiben, denn gerade die Gesichter spiegeln das wahre Leben wieder.

 

Eine weitere Inspirationsquelle für mich, ist MusikSanfte Klänge wirken entspannend und geben mir auch die nötige Ruhe für das Malen. Meistens taucht man ab in eine andere Welt und ist tief verwurzelt mit seinem eigenen Ich und dem Schaffensdrang. Eins steht fest, egal woher man sich die Inspiration holt, sie ist eine unerschöpfliche Quelle, die wichtig für die Selbstverwirklichung ist.

Der Nebelsee
Der Nebelsee

Blick in dein Inneres!

Dort ist die Quelle des guten,

und wenn du immer nachgräbst,

kann sie immer hevorsprudeln.

-Marc Aurel-