Jesus, der Auferstandene

Jesus, Aquarell nach einer Vorlage von Rembrandt 2019
Jesus, Aquarell nach einer Vorlage von Rembrandt 2019

Das Original-Ölgemälde von Rembrandt Der junge Jude als Christus

stammt etwa aus dem Jahr 1656. Angeblich soll Rembrandt hier sei-

nen Sohn als Christus dargestellt haben. Andere Quellen sagen, es sei ein junger Mann aus der Nachbarschaft, dessen Gesichtszüge er

malte. 

 

Ich malte das Bild in Aquarell und versuchte dabei die wesentlichen

Züge des Gesichtes wiederzugeben. Schlicht gekleidet sieht Jesus in

die Ferne. Ein kritisch, fast prüfender Blick verleiht dem Gesamtbild

Ausdruck. Er sieht in die Zukunft und denkt vielleicht schon an den

Weg, den er gehen wird. Es wird der Weg des Leidens... aber am Ende

steht die Liebe und Hoffnung für jeden Menschen.

 

Für mich ist Jesus nicht nur Liebe, Glaube oder Hoffnung, sondern ein Begleiter für meinen weiteren Lebensweg. Der gute Freund an meiner Seite...

 

 


Durch seine Wunder, von denen sich die Leute erzählten wuchs auch seine Anhängerschar. Jeder wollte die Lehren von Jesus hören. Ein Grundthema ist die Nächstenliebe und Vergebung. Seine Jünger merken deutlich, das Jesus nicht nur leere Worte predigt, sondern versucht ihnen das Reich Gottes näher zu bringen. Das Reich Gottes kann man sich nicht erarbeiten, man empfängt es wie ein Geschenk, ist seine Botschaft. Selbst als er Petrus zu sich holte, macht er ihn schon zum Menschenfischer und sagte etwas sehr wichtiges zu ihm: " Ich nenne dich Petrus, der Fels, auf dem ich meine Gemeinde erbaue" ( Matthäus 16,13-19). Wahrscheinlich war die Bedeutung der Worte dem Petrus noch gar nicht bewusst. Doch man erkennt das Jesus für Petrus schon eine wichtige Aufgabe im Sinn hatte.  Triumphal war auch Jesus Einzug in Jerusalem, wo er von vielen Menschen, die mit Palmwedeln wehten begeistert empfangen wurde. Gefeiert wurde das Passahfest, also das Fest der Erlösung, das an den Auszug der Israeliten aus Ägypten erinnert. Wie Moses und Josua sieht sich Jesus als Überbringer der Erlösung durch Gott. 


Die Passion und der Tod


Abendmahl, Farbstifte 2018
Abendmahl, Farbstifte 2018

Als die Feinde von Jesus dessen Tod planten bekamen sie unerwartet Hilfe von seinem Jünger Judas Ischariot. Warum

Judas ihn verriet weiß keiner, aber vielleicht war es Geldgier. Judas bekam für seinen Verrat 30 Silberlinge und versprach den Priestern Jesus bald auszuliefern.

 

Es kam der Tag, an dem Jesus beim letzten Abendmahl seine zwölf Jünger um sich versammelte. Innerlich bereitete sich Jesus schon auf sein Verhör und auch auf seinen Tod vor. Plötzlich nahm er eine Schüssel mit Wasser und wusch jedem einzelnen Jünger die Füße. Diese Geste und das Dienen war etwas Besonderes, was die Jünger da erlebten. Keiner wollte das der Meister ihnen die Füße wäscht. Warum tat er das? Durch die sauberen Füße wird das reine Gewissen symbolisiert. Jeder Jünger war rein, außer einer, der etwas anderes im Sinn hatte. Somit wusste Jesus das Judas ihn verraten würde.

 

Dann nahm Jesus das Brot, segnete es und sprach:" Nehmt und esst. Dies ist mein Leib der für Euch hingegeben wird." Dann nahm er den Becher mit Wein und sprach weiter:" Trinkt alle daraus, denn das ist mein Blut, das vergossen wird, damit ein neuer Bund zwischen Gott und den Menschen geschlossen wird und viele von ihren Sünden erlöst werden." ( Markus 14, 22-24, Matthäus 26,26, Lukas 22,19)

Tizian, Jesus Dornenkrönung, A. P. München Foto: privat
Tizian, Jesus Dornenkrönung, A. P. München Foto: privat

Als Jesus im Garten Getsemaneh betete und wieder zu den schlafenden Jüngern ging wurde er festgenommen. Er leistete keinen Widerstand und stand schon bald darauf vor Pontius Pilatus, der ihn durch das Volk verurteilen ließ. Pilatus wusch seine Hände in Unschuld, denn er überließ dem Volk ja die Entscheidung über Jesus zu urteilen. Schließlich nahm er das Kreuz auf sich und nahm den eigenen Leidensweg an. " Mein Gott, oh mein Gott, warum hast du mich verlassen?" (Mk 15, 33-34)


Jesus ist auferstanden, 2018
Jesus ist auferstanden, 2018

Als Jesus am Kreuz starb, wurde es dunkel, obwohl es mitten am Tag war. Die Römer würfelten um sein Gewand, als es blitzte und stürmte. Man legte den Leichnam des Gekreuzigten in ein Felsengrab und hielt Wache. Es kam der Dritte Tag und die Frauen, darunter Maria Magdalena gingen zum Grab um den Körper von Jesus zu salben. Doch als sie ankamen erschraken sie, denn der Stein war fortgewelzt und das Grab war leer. Jesus war auferstanden.


Der Auferstandene
Der Auferstandene