Rembrandt, holländischer Maler

Bleistift Matthäus 2019, nach einer Vorlage Rembrandts
Bleistift Matthäus 2019, nach einer Vorlage Rembrandts

Rembrandt, Harmenz. van Rijn war ein bekannter holländischer Maler des 17. Jahrhunderts. Schon zu Lebzeiten war sein Wirken in Europa bekannt. Zu seinen Werken gehören nicht nur Gemälde sondern auch viele Handzeichnungen und Radierungen. Natürlich wurde Rembrandt auch viel kritisiert, aber dennoch auch bewundert durch das tief Menschliche, was seine Werke ausstrahlen. Als Harmenz van Rijn sechs Monate in der Werkstatt des Historienmalers Pieter Lastman arbeitete, wurde er durch diesen wesentlich beeinflusst für sein späteres Schaffen. Die Frühwerke beschäftigen sich vielfach mit biblischen Themen. Man konnte ihn aber nicht nur einer Bildgattung zuordnen denn sein Repertoire war sehr vielseitig. Rembrandt malte auch Landschaftsbilder und Portraits, denen er tiefe menschliche Züge gab. Oft malte er Personen in halbdunklen Räumen auf die dann das eintreffende Seitenlicht eine besondere Wirkung erzielte. Gerade durch diesen Lichteinfall wirken diese Gemälde besonders spannungsvoll und auch dramatisch im Geschehen. Eindrucksvoll werden Personen mit Grimassen und Posen in Szene gesetzt. Selbst Gruppenszenarien werden auf der Leinwand in Komposition gebracht und erwecken beim Betrachter Aufmerksamkeit. Trotz großer und zahlreicher Aufträge pflegte Rembrandt einen verschwenderischen Lebensstil. 1957/58 wurde sein Hab und Gut versteigert. Fortan lebte er zurückgezogen und entwickelte sich stilistisch immer unabhängiger und eigenwilliger. Berühmt sind aus späteren Jahren vor allem  seine eindrucksvollen Selbstbildnisse. 1669 starb der geniale Künstler in Amsterdam.



Wenn man Rembrandts Selbstbildnisse betrachtet, merkt man das er sich sehr gerne selbst zeichnete. Das Original von Rembrandt entstand um 1663. Mich beeindruckte an diesem Bildnis nicht nur der Künstler selbst, sondern auch der selbstsichere Blick, den er ausstrahlt. Er befand sich zu dieser Zeit in einer hohen gesellschaftlichen Position und zeigt sich im fortgeschrittenen Alter mit einer Portion ungeheurem Egoismus. Ich malte hier mit Bleistift auf weißen glatten Papier und setzte durch Schattierung und verwischen mit dem Seidenpapier auch weiche Übergänge. 

 

Bildnis der Danae

Das Bild zeigt Danae, die Tochter des Königs Argos aus der griechischen Mythologie in Erwartung auf Zeus, der in Liebe zu ihr entbrannt ist. Im Gemälde vom Künstler sieht man Zeus als Goldregen herunterkommen. Meine Skizze zeigt den Frauenkopf, wie ihn seinerzeit Rembrandt malte. Ganz individuell und in antiker, anmutender Schönheit wirkt die Dame wie der Kurtisanentypus. Fein gebettet in Kissen zeigt sie ihre ganze Eleganz. Im Originalbild nahm er sich Saskia ( seine Frau) zum Vorbild. Mehrmals wurde das Bild von ihm überarbeitet. Für mich war die Schräglage des Kopfes eine kleine Herausforderung, aber dennoch versuchte ich das Schlichte und Einfache durch das Schwarzweiß malen in Komposition zu bringen und dem Bild durch die dunklen Schattierungen eine gewisse Tiefe zu verleihen.


Rembrandt Gemälde, Selbstbildnis, Der alte Mann im Orientgewand, Kreuzaufrichtung, Alte Pinakothek München Fotos: Privat


Als ich in München in der alten Pinakothek war, bin ich fasziniert von all diesen großartigen Gemälden gewesen. Schon alleine die großen Räume haben den Besucher auf eine Entdeckungsreise mitgenommen. Beeindruckt war ich von Rubens Prachtwerken, wie der Höllensturz der Verdammten oder auch Rembrandts kleines Selbstbildnis von 1629, als er sich als jungen Mann selbst darstellte. Obwohl dieses Bild ganz unscheinbar wirkt erzählt es viel von ihm selbst. Der Meister hat schon ein sehr gutes Gespür für Licht und Schatten, was auch in späteren Bildern noch besser zu sehen ist. Auch der alte Mann im Orientalischen Gewand ist für mich ein sehr schönes Werk von Rembrandt. Die Ausarbeitung vom Gesicht, der Hand oder auch die Ornamente des Gewandes wurden hier ganz präzise in Szene gesetzt. Selbst bei dem Bild des gekreuzigten Jesus erkennt man dessen Leiden im Gesicht. Wirklich beeindruckend wie Rembrandt malte. Und immer wieder ist er selbst auf seinen Werken, irgendwo in einer Ecke zu sehen. Man sagt es gab keinen anderen Maler, der sich so oft selbst potraitierte wie Rembrandt.