Richard Wagner

-Deutscher Komponist-

Er war der Liebling der Herrscher und schrieb schwere Musik

Wagner kommt 1813 in Leipzig zur Welt. Nach seiner Geburt verstirbt der Vater und Mutter Johanna heiratet erneut den langjährigen Freund und Künstler Ludwig Geyer. Lange quält Richard die Frage, ob nicht er der leibliche Vater ist. Als neuntes Kind wächst Richard in einer Großfamilie auf und er romantisiert seine Kindheit selbst als eine "lange Reihe schöner Tage". Viele Gerüchte entstehen, denn die Mutter soll keine Bäckerstochter sein, sondern angeblich ein illegitimer Spross aus der königlichen Dynastie Sachsen-Weimar. Allerdings wiederlegten Historiker diese Theorie.

Aquarell Wagners, 2019
Aquarell Wagners, 2019

Ein Leitmotiv Wagners ist die verbotene Liebe in seinem Leben, die ihn inspiriert zu "Tristan und Isolde". Richard ist der wildeste unter den Geschwistern und bekommt den Spitznamen "Der Kosak". 1821 stirbt der Stiefvater Geyer (?) plötzlich an einer Infektion und der kleine Kosak wird bei seinem Onkel in Leipzig untergebracht. Für den Jungen steht fest, er will einmal Theaterstücke und Gedichte schreiben. Mit etwa elf Jahren entdeckt er die Musik für sich und fängt an Klavier zu spielen. Er ist begeistert von vielen Dingen, oft sehr witzig, aber er hat auch eine andere Seite. Selbstsucht, Berechnung und die Eitelkeit sind weitere Eigenschaften die den Charakter des Musikgenies prägen. Richard liebt den Luxus und führt ein ausschweifendes Leben. Nicht nur einmal hat er mit der Polizei zu tun. Frauen hat er in seinem Leben mehr als genug. Mit 21 lernt er Minna Planer kennen, sie ist die erste und große Jugendliebe. 14 Jahre bleibt er ihr treu. Trotz Ehekrisen mit Minna ist es eine sehr produktive Zeit für Wagner, die Oper "Rienzi" und der "Fliegende Holländer" entsteht. 1842 wird "Rienzi" in Dresden aufgeführt und Wagner zum Star. 

Nun verdient er genug Geld (lebt verschwenderisch) und wird sogar Hofkapellmeister. Aber Wagner ist unruhig und er nimmt 1848 an der Revolution gegen die Fürsten im deutschen Lande teil. 1949 kommt es in Dresden zum Aufstand und Wagner wird schon bald steckbrieflich gesucht. Mit Sack und Pack flieht er zu seinem Freund Franz Liszt, der ihm Geld für die Weiterreise gibt. Stationen sind Paris und Zürich. Ab 1852 wird Richard zum Dauergast in der Villa von Otto Wesendonk und verliebt sich in dessen Frau Mathilde. Die Oper "Rheingold" (Der Ring der Nibelungen) ensteht und in seinem neuen Projekt "Walküre" stellt er die Buchstaben GSM (gesegnet sei Mathilde) voran. Nach 25 langen Ehejahren mit Minna ist die Luft raus und er sucht nach einer neuen Liebe. Im August 1870 heiratet Wagner Cosima, eine stolze Frau und fanatische Antisemitin aus dem Hause Liszt. Sie bekommt das ein Kind, den Sigfried der Götterjunge. Für Richard ist es das dritte und er ist stolz auf den Sohn. Cosima führt im Hause Wagner ein strenges Regiment und die Kinder werden auch so erzogen. Die Töchter müssen ihrem Bruder "dienen". Und Wagner, er bekommt von seinen Gönnern weiterhin viel Geld, darunter der bayr. König Ludwig II., der die Opern gerade zu verehrt. Der junge Monarch ist ein glühender Fan von Wagner.

1874 zieht Wagner in das Haus "Wahnfried" ein, das er für sich und die Familie erbauen ließ. In Bayreuth möchte er endlich zu Ruhe kommen, doch die Festspiele (die seit 1876 stattfinden) werden zur finanziellen Herausforderung. Ständig hat er Geldsorgen, doch seine Liebe zu Frauen bleibt. Seine letzte heißt Carrie Pringle, eine Sängerin die eine Rolle in "Parsifal" bekommt. Aber Wagners "Parsifal" hat nur mäßigen Erfolg. Um etwa 1882 hat Richard mehr und mehr mit der Gesundheit zu tun, seine Herzanfälle häufen sich. Im September  reist er mit der Familie nach Venedig, wo er die letzte Zeit verbringt und stirbt nach einem Ehekrach mit Cosima am 13. Februar 1883 an einem erneuten Herzanfall. Wie könnte es auch anders sein, ein Drama geht zu Ende.