Friedrich von Schiller

-Deutscher Schriftsteller-

Friedrich v. Schiller, Polychromos auf Karton, 2019
Friedrich v. Schiller, Polychromos auf Karton, 2019

Friedrich von Schiller kam am 10. November 1759 in Marbach am Neckar zur Welt und zählt neben Goethe zu den bedeutendsten Schriftstellern der deutschen Klassik. Er besuchte die berühmte Karlsschule (gegründet von Herzog Karl Eugen) in Stuttgart und studierte Jura und später dann Medizin. Als er 1780 sein Studium beendet hatte wurde er Regimentsmedikus. In dieser Zeit interessierten ihn vor allem die Gedichte von Klopstock oder auch Werke der Dichter des Sturm und Drang. Im Jahr 1776 befasste Friedrich sich mit seinem Drama "Die Räuber". Das Stück wurde 1782 in Mannheim uraufgeführt und wird als Freiheitskampf gegen die Tyrannei verstanden. Während seines Aufenthaltes in Mannheim war er auch kurzzeitig als Theaterdichter angestellt und es entstanden die Jugenddramen "Kabale und Liebe" oder "Die Verschwörung des Fiesko von Genua"

 

Schiller zog 1785 nach Leipzig und Dresden. Etwa 1787 kam es wohl dann zur ersten Begegnung mit Johann Wolfgang von Goethe in Weimar, denn dieser schlug ihn so etwa ein Jahr später für eine Geschichtsprofessur in Jena vor, die Friedrich auch antrat. Schiller schrieb bis 1793 zahlreiche Aufsätze und beschäftigte sich eingehend mit dem Fach Philosophie. Die folgenden Jahre waren geprägt durch die Freundschaft mit Goethe und den regen Gedankenaustausch mit W. von Humboldt. Doch Friedrich hatte auch immer wieder gesundheitliche Probleme und so musste er z.B. seine Lehrtätigkeit aufgeben. Um 1802 siedelte Schiller endgültig nach Weimar über. Weitere klassische Dramen entstanden, so z.B. "Wilhelm Tell", "Maria Stuart", "Wallenstein" oder auch "Die Johanna von Orleans". Gerade bei Schiller geht es nicht um die historische Genauigkeit, vielmehr ist es ihm ein Anliegen sein formuliertes Ästhetikkonzept ( z.B. Über die ästhetische Erziehung des Menschen von 1795) umzusetzen.

Friedrichs Werke und theoretische Schriften sind stark beeinflusst durch Immanuel Kant. Schiller gründete später selbst auch seine Zeitschrift "Die Horen", für die auch sein Freund Goethe schrieb. Aber Schiller schrieb nicht nur Dramen, sondern auch Gedichte, wie "Das Lied von der Glocke". Jeder hat dieses Gedicht sicherlich schon in der Schule gelesen. Im Mai 1805 starb Friedrich von Schiller dann in Weimar. Das Stück "Die Räuber" ist das herausragendste Drama von Friedrich und begründet auch seinen Ruhm. Heute steht das berühmte Goethe-Schiller Denkmal (ein bronzenes Doppelstandbild) auf dem Theaterplatz in Weimar und erinnert an die zwei größten Schriftsteller im deutschen Raum.