Marilyn Monroe, die sexy Blondine mit Naturtalent

(1.6.1926-4.8.1962)

Marilyn Monroe, Ölbild 2004
Marilyn Monroe, Ölbild 2004

Es ist der 4. August 1962, als die Schauspielerin Marilyn Monroe stirbt. In 32 Filmen hat die Vorzeigeblondine mitgewirkt und dabei schauspielerisches Talent bewiesen. Die Monroe wollte nicht nur als Sexbombe angesehen werden, sondern wirklich "schauspielen". Schon als junge Frau, noch mit bürgerlichen Namen Norma Jeane Dougherty, stand sie als Fotomodell vor der Kamera. Sie besuchte die Schauspielschule (The Actor Studios von Lee Straßberg)), bekam einen Halbjahresvertrag und probte oft noch zusätzlich in den Drehpausen mit Paula Straßberg. Ben Lyon ein Talentsucher, der im Filmstudio Fox arbeitete, wird auf Norma aufmerksam und ist überzeugt davon, dass sie eine neue Jean Harlow wird. Norma Jeane besaß jede Menge Ehrgeiz und wollte ihr Können vor der Kamera zeigen. Doch sie hatte auch die erotische Ausstrahlung, die besonders Männer anzog. Wissbegierig studierte sie meist klassische Texte ein und versuchte anspruchsvolle Rollen zu ergattern. Allerdings wurde ihr auch schnell klar, das die Schauspielerei sehr anstrengend ist, was sie aber nicht abschreckte weiter zu machen, denn sie besaß Durchhaltevermögen.

Jack Lemmon
Jack Lemmon
Marilyn Monroe
Marilyn Monroe
Tony Curtis
Tony Curtis

Marilyn in "Manche mögen´s heiß" an der Seite von Tony Curtis und Jack Lemmon

 

Als ihr Vertrag von den Foxstudios nicht verlängert wird, lernt sie auf dem Golfplatz den Schauspieler John Carroll und dessen Frau Lucille Ryman kennen, die Talent-Scout bei MGM (Filmstudio) war. Lucille vermittelt ihr zwar keinen Vertrag, aber sie kümmert sich um Marilyn. Angeblich ging die Monroe, nach eigenen Angaben zu der Zeit anschaffen, da das Geld nicht ausreichte. Durch Natasha Lytess, eine Deutsche, die in die USA emigriert war, lernte Marilyn eine klare und deutliche Aussprache. Als sie kurze Zeit bei Columbia einen Vertrag hatte, lernte sie den Boss Harry Cohn kennen, der maßgeblich den neuen Monroe-Look mitkreierte. Aus der brünetten Marilyn wurde die wasserstoffblonde Sexbombe, die durch enge Oberteile und den aufreizenden Bewegungen sofort Auffallen erregte. Cohn schlug für Marilyn die Werbetrommel. 1950 spielte sie dann zum ersten Mal eine kleine Rolle im Film "Asphalt Jungle". Im Film"All about Eve", an der Seite von Bette Davis, trieb sie ihre Karriere voran und versuchte im Filmgeschäft Fuß zu fassen. In den darauffolgenden Jahren erklomm sie den Olymp und verschaffte sich ausreichend Popularität. 

Marilyn mit Hut, Kohle 2019
Marilyn mit Hut, Kohle 2019

1953 konnte sie sich im Film "Niagara" beweisen, indem sie eine ernsthafte und dramatische Rolle spielte. Als Rose schmiedet sie gemeinsam mit ihren Geliebten den Plan, ihren Ehemann zu beseitigen und das vor einer naturgewaltigen Kulisse. Doch alles gerät außer Kontrolle, denn der Mann weiß sich zu wehren. Im selben Jahr drehte sie auch "Blondinen bevorzugt". Hinter den Kulissen war die Schauspielerin aber schwierig. Oft kam sie unpünktlich zum Set,war launisch und unzuverlässig. Zeitlebens hatte sie alle möglichen Laster mit sich herumzuschleppen, zwei Fehlgeburten, Alkoholsucht und Depressionen machten sie krank. Ihre Ehe mit Joe DiMaggio dem Baseballstar hielt nicht einmal ein Jahr. Auch ihre dritte Ehe mit dem älteren Schriftsteller Arthur Miller scheiterte. Marilyn litt an Selbstzweifel und konnte diese Angst nicht aus ihrem Leben halten. Der Erfolgsdruck verursachte auch Schlafprobleme. Für einige Zeit ging sie in ein Sanatorium...

Die Monroe im Film "Fluß ohne Wiederkehr", Farbstifte 2019
Die Monroe im Film "Fluß ohne Wiederkehr", Farbstifte 2019

Am 1.6.1962 hatte sie kurz vor ihrem 36. Geburtstag ihren letzten Drehtag. AlkoholTabletten und die Depressionen ließen sie nicht mehr los und immer schlechter aussehen. Zwischen 1947 und 1954 hatte sie in 30 Produktionen mitgewirkt, von 1955 bis 1962 waren es dann nur noch fünf. Der Film "Manche mögen´s heiß" von Billy Wilder war ein großer Erfolg und zählt bis heute zu den Filmklassikern, die man gesehen haben muss. Im Mai 1962 sang sie im Madison Square Garden, dem Präsidenten John F. Kennedy dann das Geburtstagsständchen..., die beiden hatten zusammen eine Affäre. Im August 1962 starb Marilyn an einer Medikamentenvergiftung. Was sich zum Todeszeitpunkt genau abgespielt hat, wurde nicht hundertprozentig geklärt. In Erinnerung wird die Vorzeigeblondine aber allemal bleiben, denn in ihren wunderbaren und unvergessenen Rollen bleibt sie für immer lebendig. Der Mythos um die schöne, verführerische Marilyn Monroe lebt somit weiter...