Die Flickenschildt

Elisabeth Flickenschildt
Elisabeth Flickenschildt

Gustav Gründgens entdeckte sie und förderte ihr Talent. Die sprachliche Prägnanz und der gewisse Sarkasmus den die Flickenschildt oft in ihren Rollen anwandte, machte sie zur "Königin der Bühne". Sie wird am 16. März 1905 in Hamburg-Blankenese geboren und entdeckt schon frühzeitig ihre Liebe zum Theater. Nach einer abgebrochenen Lehre in einem Hamburger Modegeschäft, erlernt sie das Bühnenhandwerk bei Robert Nhil. Ihr Debüt gibt die "Flicki" mit der kühlen Ausstrahlung als Bäuerin Armgard in "Wilhelm Tell". 1933 bis 1936 stand sie auf der Bühne bei den Münchner Kammerspielen, bevor sie dann drei Jahre lang zum Ensemble des Deutschen Theaters Berlin angehörte. Sie war auch Mitglied der NSDAP. 1939 erfolgt die intensive Zusammenarbeit mit dem legendären Gustav Gründgens, die sehr erfolgreich ist. 1945 folgt sie ihm zunächst nach Düsseldorf und 1955 ans Deutsche Schauspielhaus nach Hamburg. Als Gründgens 1963 stirbt nimmt sie keine Theaterengagements mehr an.

Vielseitig sind ihre Rollen auch auf der Leinwand. 1937 spielt sie in der "Zerbrochene Krug" oder 1939 in "Robert Koch" an der Seite von Emil Jannings mit. Unvergessen ist sie auch in den bekannten Edgar-Wallace Verfilmungen aus den 1960er Jahren. Großartig spielt sie die Mutter von Hans Clarin in "Das indische Tuch" oder die zwielichtige Besitzerin des "Gasthauses an der Themse", indem sie auch singt. In Ludwig Thomas "Lausbubengeschichten" spielt sie die ungeliebte "Tante Frida" die mit ihrem Papagei zu Besuch bei den Thomas ist. Einfach Kult, den jeder mal gesehen haben muss. Flicki hatte aber auch schriftstellerische Ambitionen und so entstand 1971 ihre Autobiografie "Kind mit roten Haaren" oder 1974 der Roman "Pflaumen am Hut". Am 26. Oktober 1977 stirbt sie auf ihrem Bauernhof im Landkreis Stade.  

Die Frau mit den roten Haaren
Die Frau mit den roten Haaren